#15 Klimarisiken, Daten, Prämien: Warum Versicherungen Schlüsselakteure der nachhaltigen Transformation sind
Shownotes
In dieser Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast“ spricht Johanna Heidenreich (BDO) mit Mag. Liane Hirner, Vorstandsmitglied, Chief Finance and Risk Officer sowie Mitglied des Nachhaltigkeitskomitees der Vienna Insurance Group (VIG). Die VIG ist in 30 Ländern in Zentral- und Osteuropa aktiv, umfasst mehr als 50 Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen und betreut rund 33 Mio. Kund:innen.
Liane Hirner erklärt, warum der größte Nachhaltigkeitshebel von Versicherungen in der Veranlagung, im Underwriting und im Asset Management liegt und nicht im eigenen operativen Fußabdruck. Sie zeigt auf, wie Klimarisiken in Modelle, Prämienkalkulation und Solvenzeinschätzungen einfließen und welche Rolle Prävention, Risikoanalysen und Risk Awareness für Kund:innen spielen. Außerdem betont sie, warum die dezentrale Struktur der VIG einen Wettbewerbsvorteil darstellt, um Nachhaltigkeitslösungen an lokale Risiken, Regulierung und Kund:innenbedürfnisse anzupassen. Sie erläutert, wie Versicherungen neue Risiken rund um erneuerbare Energien und neue Mobilität absichern und so Innovation ermöglichen, und warum soziale Themen, Arbeitsbedingungen und der Umgang mit Daten für die Zukunft der Branche entscheidend sind.
Die Folge richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie Versicherungen als Investoren, Risikoträger und Partner ihrer Kundschaft die nachhaltige Transformation mitgestalten.
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00:00:02: Herzlich willkommen zu Wir leben Nachhaltigkeit, dem BDO-Podcast.
00:00:07: Heute dreht sich bei uns alles um Nachhaltigkeits bei Versicherungsunternehmen.
00:00:11: Passend zum Thema darf ich Frau Magister Liane Hirner bei uns begrüßen.
00:00:15: Sie ist Vorstandsmitglied Chief Finance and Risk Officer und Mitglied des Nachhaltiggkeitskomitees der Vienna Insurance Group.
00:00:23: Die VIG umfasst mehr als fünfzig Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen in dreißig Ländern in Zentral- und Osteuropa, beschäftigt rund dreißichtausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verzeichnet rund dreiunddreißig Millionen Kunden.
00:00:37: In Österreich kennt man die beiden Marken Minerstädtische und die Donauversicherung.
00:00:41: Frau Magister Hirner ich freue mich sehr dass wir heute da sind.
00:00:44: herzlich willkommen!
00:00:45: Vielen Dank für die Einladung freue ich mich auch sehr.
00:00:47: Wenn man an Nachhaltigkeitspioniere denkt, dann kommen vielen zuerst Solarpark-, Windkraftanlagen oder vielleicht auch E-Startups in den Sinn.
00:00:57: Man denkt jetzt aber wahrscheinlich nicht in erster Linie an Banken und Versicherungen.
00:01:03: Wird die Finanzwirtschaft im Punkt der Nachhaltigkeit unterschätzt?
00:01:07: Also wenn man an die Nachhaltigkeit denkt, dann kommen Versicherungen tatsächlich sehr selten vor.
00:01:12: Man denkt immer zuerst an Energie und Mobilität auch an die Industrie.
00:01:16: Die Versicherungswirtschaft in Europa veranlagt rund elf Billionen Euro – wir sind also einer der größten institutionellen Investoren in Europa – die Versicherungswirtschaft investiert etwa sechzig Prozent des gesamten Bips in der EU.
00:01:32: Das ist schon ein großes Volumen.
00:01:36: Entscheidungen wirken sich natürlich indirekt aus auf Sozial- und auch Umweltthemen.
00:01:44: Und leisten auch einen wichtigen Beitrag zum Thema Naturkatastrophen, in dem Versicherungen einfach eine gesellschaftlich sehr wichtige Rolle als Risiko trägen und auch als Stütze der Volkswirtschaft hier übernehmen.
00:01:55: Primär wirkt die Nachhaltigkeit bei uns daher über die Steuerung und über die Allokation weniger, über den eigenen operativen Fußabdruck.
00:02:05: Der größte Impact liegt also in der Wertschöpfungskette.
00:02:08: da denke ich insbesondere ans Underwriting, also die Abschlüsse von Versicherungsverträgen auch ins Asset Management weil dort einfach die größten Scope drei Emissionen entstehen.
00:02:18: Und auch hier setzen wir an Bewertenrisiken, wir entscheiden über Kapitalallokation und haben ja auch klare Steuerungsmechanismus.
00:02:28: Also dieser indirekte Hebel wird sehr häufig unterschätzt in die Versicherungswirtschaft hier
00:02:33: leistet.".
00:02:34: Die WIRG hat der Nachhaltigkeit jetzt strategisch verankert – das kann man nachlesen in ihrer Gruppenstrategie zwanzig achtundzwanzig oder aber auch im Nachhaltigkeitsbericht, den Sie jährlich veröffentlichen.
00:02:46: Wenn Sie die Nachhaltigkeitsagenda der Vienna Insurance Group in einem Satz erklären müssten, worum geht's im Kern?
00:02:53: Also nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells und wir haben einen Motor das lautet.
00:03:01: Wir wollen heute wirtschaftlichen Wert schaffen ohne dies aber auf Kosten von morgen zu tun.
00:03:07: Sie haben jetzt schon angesprochen dieser indirekten Hebel.
00:03:11: Worin liegt jetzt der eigentliche Transformationshebel einer Versicherung?
00:03:14: Also war es übersehen viele, wenn sie Nachhaltigkeit bei Versicherungen reduzieren auf Papierverbrauch oder den Vorback.
00:03:22: Den größten Hebel habe ich vorher schon erwähnt sehe ich tatsächlich in der Veranlagung und bei den Investitionen.
00:03:28: Wir treffen hier jeden Tag, ich würde sagen in der Gruppe Tausende Entscheidungen.
00:03:32: Also welche Projekte finanzieren wir?
00:03:35: Welche Risiken wollen wir übernehmen und auch zu welchen Bedingungen?
00:03:39: Und genau diese Summe dieser vielen einzelnen Entscheidungen steuert wie nachhaltig unsere Wirtschaft wird!
00:03:47: Der Hebel liegt nicht in den Einzelmaßnahmen, sondern in der Summe dieser vielen einzelnen operativen Entscheidungen und diese Entscheidungen werden zunehmend durch Nachhaltigkeitsaspekte mitbestimmt.
00:03:59: Und wenn wir das jetzt in die Zukunft weiterdenken – welche Entwicklungen werden die Rolle der Versicherungswirtschaft in den nächsten Jahren besonders prägen?
00:04:06: Was diese nachhaltige Transformation betrifft?
00:04:09: Wir sehen hier tatsächlich mehrere Entwicklungen, wobei aus meiner persönlichen Sicht die Transformation auch nicht isoliert stattfindet.
00:04:17: Sie zieht sich durch die gesamte Wertschöpfungskette von der Energie über Infrastruktur bis zur Mobilität.
00:04:24: Gleichzeitig wächst aber auch der Druck.
00:04:27: Nachhaltigkeit muss messbar sein, sie muss vergleichbar sein und auch transparent werden und damit verständlich werden.
00:04:34: Und was auch ganz klar ist es kann eben kein Unternehmen alleine schaffen sondern wir brauchen hier den engen Austausch mit den Kunden, mit den Unternehmen und auch mit vielen anderen Steak Holdern und hier sehe ich wirklich die Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg.
00:04:51: Welche Themen und Entwicklungen treiben die Versicherungswirtschaft aktuell besonders?
00:04:56: Und welche Fragen ergeben sich daraus für die Zukunft?
00:04:59: Ein großer Schwerpunkt bildet tatsächlich die kontinuierliche Erweiterung von unseren innovativen und digitalen Serviceleistungen.
00:05:07: Wir wollen hier einen zusätzlichen Mehrwert für alle unsere Kundinnen schaffen, Heute sind Versicherungen nicht mehr nur für den Schadensfall da, sondern wir wollen unsere Kunden im Alltag begleiten mit digitalen Services und auch künstliche Intelligenz die hier eine zentrale Rolle spielen um Mehrwert zu schaffen.
00:05:26: Auch Prozesse zu optimieren und letztendlich auch um bedbewerbsfähig zu bleiben.
00:05:32: Es zeigt sich auch eine zunehmende Verschiebung hin zu viel stärker vernetzten Geschäftsmodellen.
00:05:38: Versicherungen agieren nicht mehr nur isoliert als Versicherung, sondern zunehrend auch im Zusammenspiel mit anderen Wirtschaftsaktionären – auch in Kooperationen mit vor allem Dienstleistungspartnern.
00:05:50: Der entscheidende Erfolgsfaktor sind Daten, Versicherungen verwalten sehr viele Daten und nur wer sie effektiv nutzt der kann auch schnellere fundiertere und konsistentere Entscheidungen treffen.
00:06:04: Betrachtet man ihr Geschäftsmodell so sind Sie ja sehr nah an den realwirtschaftlichen Risiken ihrer Kunden an den konkreten Auswirkungen, also was jetzt zum Beispiel Umwelt oder Naturereignisse betrifft.
00:06:18: Wie hat sich Ihr Blick auf Nachhaltigkeit durch diese Klima-Risiken verändert?
00:06:22: Also natürlich ist es sehr stark im Fokus und die Entwicklung auch sehr stark gedreben durch den Klimawandel.
00:06:29: Früher ging es vor allem darum wie ich vorher schon gesagt habe einfach Schäden zu regulieren.
00:06:33: heute geht es viel mehr darum, diese zu verhindern und sich anzupassen.
00:06:37: Das sieht man ganz besonders auch in Extremwetterereignissen.
00:06:41: Nachhaltigkeit ist eben kein Zukunftsthema mehr.
00:06:44: Es ist hier und jetzt angekommen Und die wirtschaftliche Relevanz sieht man fast täglich.
00:06:51: Wir integrieren deshalb Klima-Risiken sehr systematisch In unsere Modelle, Szenarien und strategische Entscheidungen.
00:06:59: Vor allem machen wir ein eigenes Solvents- und Risiko beurteilen Gruppenweit, wo auch Klimawandel-Szenario ein ganz normaler Bestandteil seit Jahren schon ist.
00:07:10: Und wie wirken sich diese Entwicklungen jetzt konkret auf Versicherungsprämien aus?
00:07:15: Also die Versicherungspremien basieren immer am Gesetz der großen Zahlen also auch auf Risikoeinschätzungen.
00:07:21: wenn die Risiken steigen dann steigen natürlich auch die Kosten.
00:07:25: Je häufiger und intensiver Naturkatastrophen stattfinden, desto mehr Einfluss gibt es natürlich auch auf die Kalkulation der Prämien.
00:07:34: Wir müssen diese Risiken neu bewerten und das wirkt sich natürlich unmittelbar auf die Prämie aus.
00:07:40: am Ende des Tages keine Versicherung nur das Ausgeben was sie zuvor eingenommen hat.
00:07:45: Und Unternehmen, die einfach die Risiken aktiv managen und auch die richtigen Maßnahmen setzen haben einfach langfristig Vorteile, weil sich einfach wirtschaftlich robuster aufgestellt sind.
00:07:59: Gibt es Risiken die künftig gar nicht mehr versicherbar sein werden?
00:08:03: Das stellt sich natürlich die Frage und das ist eine grundlegende Frage was passiert wenn Risiken immer schwerer zu kalkulieren sind?
00:08:11: Versicherung funktioniert nur wenn Risken auch berechenbar sind, kalkulierbar sind.
00:08:17: Wenn sie aber gleichzeitig stattfinden süßsystemisch entwickeln dann gerät dieses Prinzip einfach unter Druck.
00:08:24: Die Frage ist gar nicht, ob man etwas versichern kann, sondern zu welchem Preis ein Schutz überhaupt möglich ist?
00:08:32: Unser Ziel ist es selbstverständlich, dass wir Versicherungsschutz möglichst breit für viele Bevölkerungsschichten und Risiken auch verfügbar machen wollen oder haben
00:08:42: wollen.".
00:08:43: Sie haben schon angesprochen das Thema der Prävention also der Risikovermeidung – welche Rolle spielt Prävision in diesem Kontext?
00:08:51: Die Prävention ist für uns ein ganz zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells.
00:08:56: Wir setzen hier verstärkt auf Risikoanalysen auch um Risiken frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit unseren Kundinnen zu adressieren.
00:09:07: Ich gebe Ihnen ein Beispiel, wir weisen zum Beispiel einen Unternehmer nach einer Risikoanalyse darauf hin dass der geplante Bau einer Fabrik zu nahe am Flussufer eine höhte Risiko bei Überschwemmungen mit sich bringt und eine Verlegung des Standorts auf Land Einwärts das Risiko und auch die Prämie verringert.
00:09:32: Die Versicherungen entwickeln sich somit immer mehr zu Partnern, die die Risiken analysieren und den Kunden dabei helfen sie zu vermeiden statt wie bisher vielleicht nur im Nachhinein zu bezahlen.
00:09:48: Also so, wie Sie vorher gemeint haben – man ist im Alltag quasi der Kunden dabei und nicht erst im Schadensfall?
00:09:55: Genau!
00:09:55: Ich möchte jetzt vom Thema der Risiken kurz wieder auf das strategische Ebene wechseln.
00:10:00: Und zwar ist ja Nachhaltigkeit heute schon in sehr vielen Unternehmen präsent und dann ein großes Thema.
00:10:06: Spannend ist daher ob nachhaltigkeit noch unterscheidsbar macht oder ob sie bereits Grundvoraussetzung geworden.
00:10:13: Ist die Nachhaltigkeit Ihrer Meinung nach heute noch ein Differenzierungsfaktor?
00:10:18: Also unserer Meinung nach oder meiner Meinung nach ist das längst kein Differensierungsfektor mehr, sondern es ist einfach eine Grundvoraussetzung.
00:10:26: Der echte Unterschied zeigt sich darin wie die Nach haltigkeit wirklich sich im Kerngeschäft verankert oder ob sie nur ein Schlagwort verwendet wird.
00:10:37: Für uns als Versicherung ist es sehr entscheidend, dass Nachhaltigkeit auch dort ankommt wo Steuerung stattfindet und das ist insbesondere im Risikomanagement.
00:10:50: Die operativen Gesellschaften vor Ort, also die Gesellschaften in den dreißig Ländern haben Freiheit und Verantwortung ihrer jeweiligen Marktstrategien zu gestalten und können im Rahmen des gruppenweiten Nachhaltigkeitsprogramms auch eigene Schwerpunkte setzen.
00:11:04: Ist die dezentrale Struktur der Virgi eher Vorteil oder Herausforderung?
00:11:09: Also mit unserer dezentralen Struktur unterscheiden wir uns sehr stark von unserem Mitbewerb.
00:11:14: Für uns in der Region, in der wir hauptsächlich tätig sind nämlich Zentral- und Osteuropa ist das aber ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
00:11:23: Gerade auch bei der Nachhaltigkeit kommt es ja zum Tragen weil die riesigen auch regulatorische Anforderungen und Kundenbedürfnisse sehr unterschiedlich in den einzelnen Ländern sind.
00:11:36: Was in einem Markt funktioniert kann im nächsten völlig anders ausschauen.
00:11:40: Und hier wird die dezentrale Struktur ganz klar zum Vorteil, weil sie einfach Lösungen ermöglicht, die wirklich ganz lokal auch passieren und sehr gezielt adressiert sind an den Kunden.
00:11:53: Gleichzeitig braucht man natürlich auch eine klar strukturierte Koordination, die findet auf Gruppenebene statt in der Holding damit auch sichergestellt ist, dass wir in einem gemeinsamen Rahmen arbeiten.
00:12:04: Dass wir die gleichen Ziele verfolgen und vor allem auch das Vorabschritte messbar sind und gemacht werden, insbesondere auch im Reporting.
00:12:12: Und diesen Ansatz verfolge ich mir also die Holdegenschaft hier eben die strategischen Rahmenbedingungen – das Prinzip des lokalen Unternehmertums ermöglicht die Umsetzung und das Handeln entsprechend dieser Lokalengegebenheiten.
00:12:27: Wir haben vorher über die Hebel in der Versicherungsbranche gesprochen.
00:12:31: Wo liegen die wichtigsten Hebel innerhalb der WHO?
00:12:35: Wir haben ein Nachhaltigkeitsprogramm sehr intensiv erarbeitet, auch im Zusammenhang mit unserer Strategie WOLF-Achtundzwanzig und wir haben hier in diesem Programm sechs Wirkungsfelder definiert.
00:12:47: drei davon adressieren primär ökologische Themen das ist der Bereich der Veranlagung, Underwriting.
00:12:53: Und dann gibt es drei weitere Themen, die vor allem den sozialen Bereich abdecken.
00:13:01: Das betrifft mitarbeitende Gründen und die Gesellschaft als Ganzes.
00:13:05: Der größte Einfluss liegt natürlich dort, wo das Kapital und das Risiko gesteuert werden.
00:13:10: Vor allem im Bereich der Veranlagung und dem Versicherungsgeschäft.
00:13:15: Dort, wo wirklich der größte tatsächliche Beitrag zur Nachhaltigkeit stattfindet.
00:13:19: Aber wie gesagt die VYG-Gruppe hat seit jeher – es gibt uns seit zweihundert Jahren auch eine sehr starken Fokus auf die soziale Komponente.
00:13:28: Wenn wir nun auf eines dieser Wirkungsfälle näher eingehen nämlich auf ihre Kunden Was erwarten Kundinnen und Kunden heute zunehmend?
00:13:36: Also die Erwartungshaltung unserer Kundinnen hat sich sehr stark verändert und weiterentwickelt.
00:13:42: Es geht einfach nicht mehr nur darum, dass man im Ernstfall eine Absicherung hat.
00:13:47: Die Menschen wollen vielmehr verstehen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind und wie Sie auch damit umgehen können, wie Sie sie mitigieren können – und damit werden die Versicherungen zu einem echten Risikobegleiter.
00:13:59: deshalb investieren wir sehr viel stärker als früher in Beratung, in Daten und auch in Lösungen.
00:14:07: Die Kunden helfen, dass sie einfach ihre individuelle Risikosituation besser verstehen und steuern – wir nennen das bei uns unter dem Schlagwort Risk Awareness.
00:14:19: Wo sich Erwartungen verändern entwickeln sicher oft auch neue Lösungen?
00:14:23: Wo entstehen aktuell neue Geschäftsfelder für Versicherungen?
00:14:27: Es entstehen einfach neue Risiken, wenn sich die Welt verändert.
00:14:31: Etwa durch erneuerbare Energien zum Beispiel oder auch durch neue Mobilität.
00:14:35: und hier kommen ganz gezielt auch die Versicherungen ins Spiel weil wir ermöglichen auch Innovationen indem man diese Risiken auch absichert.
00:14:43: also eine Weiterentwicklung ohne Versicherung würde sicher nicht so rasch vor sich gehen.
00:14:48: Wir haben jetzt schon gesprochen über ökologische und wirtöftliche Fragen.
00:14:52: Sie haben auch selbst den sozialen Bereich angesprochen, der ein wesentlicher Faktor ist für die Unternehmen.
00:14:58: Welche Rolle spielen denn die sozialen Themen?
00:15:01: Also das Thema soziale Verantwortung ist wirklich ein zentraler Bestandteil in der WIG-Gruppe.
00:15:07: Und ich habe vorher schon erwähnt, es gibt uns seit mehr als zweihundert Jahren eine lange Tradition im Zusammenhang und da gibt's viele Initiativen wie zum Beispiel Soziales Engagement oder Mitarbeitenden.
00:15:21: Wir fördern auch die Risikokompetenz der Kunden und wollen auch und entwickeln Angebote für benachteiligte Gruppen.
00:15:30: Wir legen als internationaler Arbeitgeber, Sie haben es zu Beginn gesagt wir sind in dreißig Ländern tätig einen starken Fokus auf attraktive Arbeitsbedingungen.
00:15:39: auch Entwicklungsmöglichkeiten unserer Mitarbeiter und auch Diversität ist ein wichtiges Thema für uns.
00:15:45: Wir wollen einfach langfristig qualifizierte Mitarbeiter binden.
00:15:49: die VIG sieht insgesamt die Nachhaltigkeit wirklich als Chances aktiv zu einer besseren Gesellschaft beizutragen.
00:15:58: Sie haben vorher gemeint, die effektive Nutzung von Digitalisierung, KI und Daten
00:16:04: ist
00:16:04: ein Thema oder sind Themen, die die Versicherungsbranche aktuell treiben.
00:16:10: Welche Rolle spielen Daten- und Technologie für die Zukunft der Branche?
00:16:14: Wir haben tatsächlich sehr viele Daten.
00:16:16: Wir sitzen auf einem Datenschatz.
00:16:18: Daten und Technologien sind wichtig für uns, weil wir die Risiken präziser berechnen können.
00:16:24: Auch Prozesse schneller ablaufen und auch gezieltere individuellere Produkte möglich sind.
00:16:32: Kurz gesagt, die Daten- und Technologieverändern bei uns nicht nur die Abläufe sondern tatsächlich das gesamte Geschäftsmodell.
00:16:42: Bevor wir zur Abschlussfrage kommen, würde mich noch interessieren was Ihre persönlichen Erkenntnisse der letzten Jahre über die Nachhaltigkeit sind.
00:16:50: Nachhaltigkeit funktioniert tatsächlich nur wenn es kein separates Projekt ist also es wichtig ist sie muss Teil jeder Entscheidung sein die im Unternehmen gefällt wird und zwar von der Strategie beginnend bis zum operativen Alltag.
00:17:07: das muss einfach alles integriert sein.
00:17:10: Die Nachhaltigkeit umfasst alle Geschäftsbereiche, alle Risikoprozesse, Kapitalanforderungen und auch strategische Schwerpunkte.
00:17:19: Wenn man die Nachhaltlichkeit aus dieser Perspektive betrachtet, dann wird sie auch operationalisierbar.
00:17:25: Abschließend möchte ich dem Blick noch einmal nach vorne richten.
00:17:29: was wird die zentrale Frage für den nächsten Jahre sein?
00:17:33: Die zentrale Frage für uns wird sein in den nächsten Jahren, wie können Versicherungen trotz steigender Risiken weiterhin einen angemessenen Schutz bieten und gleichzeitig die Transformation aktiv mitgestalten?
00:17:47: Wir sehen bereits heute dass nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Naturkatastrophenschäden in Europa überhaupt versichert ist.
00:17:56: Gleichzeitig steigen aber die physischen Risiken.
00:17:59: Die Zukunft wird daher vor allem von der richtigen Kombination aus Pricing, aus Risikosteuerung und auch neuen Kooperationsmodellen liegen.
00:18:09: Frau Magister-Hiner ich bedanke mich sehr herzlich für das wirklich aufschlussreiche
00:18:12: Gespräch.
00:18:13: Sehr gerne
00:18:14: danke!
00:18:15: Vielen Dank
00:18:16: fürs Zuhören.
00:18:17: schön dass Sie dabei waren.
00:18:18: folgen sie video austrea flinkt Ihnen und vernetzen sich mit mir um keine Podcastfolge zu verpassen.
00:18:24: Möcht noch sie einmal mein Gast werden.
00:18:26: oder haben Sie einen Wunschstimme für eine neue Folge?
00:18:28: Dann schreiben Sie mir doch gerne eine Nachricht.
00:18:30: Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf Sie!
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