#16 Bio, Tierwohl, Lebensmittelrettung: Wie BILLA Nachhaltigkeit in den Einkaufswagen bringt

Shownotes

In dieser Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast" spricht Johanna Heidenreich (BDO) mit Andreas Streit, dem Bereichsleiter für Nachhaltigkeit bei BILLA und REWE International AG. REWE ist in 21 europäischen Ländern aktiv, zählt zu den führenden Handels- und Touristikkonzernen und beschäftigt in Österreich rund 47.000 Mitarbeitende.

Andreas Streit erklärt, warum der größte Nachhaltigkeitshebel im Sortiment liegt, wie Eigenmarken wie „Billa Bio“ und „Ja! Natürlich“ Nachhaltigkeit leistbar machen und warum Regionalität weit mehr bedeutet als kurze Transportwege. Er zeigt, wie REWE Österreich über 22.000 Tonnen Lebensmittel pro Jahr rettet, welche Rolle Energieentscheidungen, Logistik und die Privatstiftung „Billa Blühendes Österreich“ spielen und warum Nachhaltigkeit für ihn Pragmatismus, Geduld und ein langfristiges Commitment braucht.

Die Folge richtet sich an alle, die verstehen wollen, wo Handel, Nachhaltigkeit und die Interessen von Konsument:innen aufeinandertreffen.

Transkript anzeigen

00:00:02: Herzlich willkommen zu.

00:00:03: Wir leben Nachhaltigkeit, dem BDO Podcast.

00:00:08: Der Lebensmittel-Einzelhandel gehört zu den spannendsten und zugleich herausforderndsten Bereichen wenn wir über Nachhaltigkeitssprechen.

00:00:15: Hier treffen soziale Verantwortung Klimaschutz Tierwohl Lebensmittelverschwendung Regionalität Verpackung und globale Lieferketten direkt aufeinander Und sie treffen vor allem auf dem Preis.

00:00:28: All diese Faktoren landen letztendlich in unserem Einkaufswagen und werden täglich Millionenfach neu entschieden.

00:00:34: Wie funktioniert Nachhaltigkeit im Supermarkt, also dort wo sich Angebot-, Nachfrage- und Verantwortung begegnen?

00:00:41: Darüber spreche ich mit meinem heutigen Gast Andreas Streit, Bereichsleiter nachhaltigkeit bei Biller & Rewe International AG.

00:00:48: Herr Streit herzlich willkommen!

00:00:50: Ich freue mich sehr dass Sie da sind.

00:00:51: Danke für die Einladung!

00:00:52: Ich freu mich auch hier zu sein.

00:00:54: Herr Streit, die REWE Group ist ein internationaler Konzern und umfasst viele Geschäftsbereiche.

00:01:00: Könnten Sie uns bitte einen kurzen Überblick über Ihr Unternehmen geben?

00:01:04: Die REWE ist tatsächlich kein kleiner Kuchen.

00:01:06: REWE es ist eine große Konzerne, sie sind in einundzwanzig Ländern.

00:01:09: In Europa aktiv ist eines der führenden Handels- und Touristikkonzerne in Europa.

00:01:14: In Österreich sind wir vor allem mit unseren Lebensmittelhandelformaten BILA-BILA Plus, PENI, ARDEC Present.

00:01:20: Es gibt aber dann auch noch die PIPA, die Parfumrie Linie.

00:01:24: Was uns auszeichnet, ist die Kombination aus internationalen Größe und der Stärke in der regionalen Verankerung.

00:01:32: Das gibt uns einerseits einen Gestaltungsspielraum, bringt uns aber andererseits auch eine große Verantwortung, die wir haben.

00:01:39: Und gerade mit dem an Nachhaltigkeit glaube ich das ein wichtiges Thema, dass wir heute noch ansprechen werden.

00:01:46: Für dieses Gespräch fokussieren wir uns auf den österreichischen Lebensmittelhandel, also auf den Markt in ihre Kunden täglich erleben.

00:01:53: Und da war meine erste Frage schon – was ist aus ihrer Sicht der größte Hebel für Nachhaltigkeit im Handel?

00:01:59: Ist es das Sortiment oder der Preis?

00:02:02: sind die Lieferketten oder das Verhalten der Konsumenten?

00:02:05: Wenn wir über Nachhaltigkeitssprechen, ist der österreichische Lebensmittelhandel ein besonders spannender Bereich.

00:02:11: Hier ist der tägliche Kontakt, wie Sie schon angesprochen haben mit den Kundinnen, der das stattfindet an wesentlicher Bestandteil.

00:02:17: Nachhaltigkeit ist somit nicht nur ein Strategiebabier bei uns sondern auch im Alltag und Einkauf in Erlebnis bei der Produktweile und letztlich auch an der Kasse präsent.

00:02:28: Unser Anspruch ist es natürlich nachhaltig und nachhaltige Entscheidungen täglichen Einkauf möglichst einfach zu machen!

00:02:36: Wo können Sie als Unternehmen jetzt wirklich aktiv gestalten und wo stoßen sie an Grenzen?

00:02:41: Also ich denke zum Beispiel an Marktmechanismen, an Preisbereitschaft oder an die Verfügbarkeit der Produkte.

00:02:48: Der größte Hebel liegt aus unserer Sicht, aus meiner Sicht ganz klar im Sortiment.

00:02:52: Der Handler entscheidet, welche Produkte sichtbar sind.

00:02:55: Welche Standards gesetzt werden und welche Alternativen angeboten werden können.

00:03:01: Da spielt der Preis die Lieferkette das Konsumverhalten natürlich eine wesentliche Rolle aber auch ohne einen entsprechenden Gestalt des Angebots können Konsumentinnen gar keine Nachhaltige weil treffen.

00:03:13: In den neunziger Jahren hat Biller Eigenmarkel ja natürlich eingeführt und hat da eine Vorreiterrolle übernommen, gerade was Bio-und Tierwohl angeht.

00:03:23: Und genau diese Themen nehmen in der Gesellschaft jetzt immer mehr an Bedeutung zu – gleichzeitig stehen aber viele Haushalte unter enormen Preistruck!

00:03:32: Gibt es hier Zielkonflikte zwischen dem Angebot eines nachhaltigen Sortiments Unterleistbarkeit?

00:03:37: Und wenn ja wie gehen Sie damit

00:03:39: um?!

00:03:40: Diesen Zielkonflikt gibt es, den kann man nicht wegdiskutieren und nicht wegreden.

00:03:43: Gerade in Zeiten des hohen Preistrug, indem wir uns im Moment befinden ist das sehr spürbar.

00:03:49: Unser Antwort ist ein breites Sortiment von Bio- und Premiumprodukten bis hin zu leisbaren Eigenstücksvarianten.

00:03:56: Durch Skalierung, Effizienz und langfristige Zusammenarbeit versuchen wir Nachhaltigkeit möglichst für viele leisbar zu machen – ich denke hier an das Bio-Einstiegsprodukt, wie der Bio zum Beispiel!

00:04:07: Nach welchen Kriterien schaffen wir jetzt diese nachhaltigeren Produkte ihres Sortiments ins Regal?

00:04:12: Nachhaltigere Produkte kommen dann in das Regal, wenn mehrere Faktoren zusammenspielen.

00:04:17: Die Glaubwürdigkeit des Standards der dahinter steht, nachvollziehbare Herkunft, verlässliche Lieferfähigkeit und eine realistische Nachfrage.

00:04:27: Nachhaltigkeit allein reicht ja nicht – sie muss für unsere Kunden verständlich verfügbar aber auch alltagsauglich sein!

00:04:34: Wenn wir über die Alltagstaglichkeit von bestimmten Produkten sprechen, wie beeinflusst zum Beispiel wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein der Konsumenten also z.B.

00:04:45: jetzt fernsehenbasierte Ernährung das Sortiment und wie schnell können sie auf so ein geändertes Konsumverhalten überhaupt reagieren?

00:04:53: Wir sehen sehr deutlich, dass Themen wie pflanzenbasierte Ernährung oder bewusster Konsum an Bedeutung gewinnen.

00:04:59: Das erspiegelt sich im Sortiment wieder etwa durch neue Produktlinien und Rezepturen.

00:05:04: Da denke ich zum Beispiel das Biller Gärmknödel.

00:05:06: Dass es keinen aufgefallen ist, ist gänzlich vegan.

00:05:09: Also das sind auch tierische Proteine werden durch pflanzliche Proteine ersetzt.

00:05:14: Wie schnell wir reagieren können hängt allerdings sehr stark von den Lieferkänden ab, von den Rohstoffen die verfügbar sind den Produktionskapazitäten.

00:05:23: in der Industrie und vor allem bei dem größeren Woelumina spielt das dann eine große Rolle.

00:05:29: Sie haben es doch schon ihre Eigenmarken angesprochen, hier hat ja der Handel deutlich mehr Gestaltungsspielraum- und Steuerungsmöglichkeiten als bei anderen Markenartikeln.

00:05:38: sind Eigenmarkende her auch ein besonders wichtiger Hebel um Nachhaltigkeit umzusetzen?

00:05:43: Ich glaube in Zeiten wie diesen, wie heute sind Eigenmarken zentraler Hebel.

00:05:47: Eigenmarkens sind für uns auch ganz wichtig.

00:05:49: Wir haben auch deutlich mehr Einfluss auf Inhaltsstoffe, Produktionsstandards, teilweise auf Verpackungen und Preisgestaltung.

00:05:56: Dadurch können wir Nachhaltigkeit gezielt steuern und gleichzeitig auch für die breite Kundengruppe zugängig machen.

00:06:02: Wie Eingangs erwähnt denke ich da an BilaBio, das ist die Bio-Einstiegsmarke bei uns und macht es etwas leichtsamer.

00:06:11: Sie haben auch schon angesprochen Standort und Regionalität, was ja auch ein starkes Verkaufsargument ist.

00:06:18: Die Marke da komme ich her und die Regionalregale, die es in einigen Filialen bereits gibt gehen genau darauf ein und greifen diesen Gedanken auf.

00:06:28: aber was bedeutet Regionalität jetzt konkret für sie?

00:06:31: Ist es geografische Nähe und kurze Transportwege oder sind es die Partnerschaften mit dem Produzenten- oder Versorgungssicherheit oder alles zusammen?

00:06:42: Wenn wir irgendwo alles zusammen, wenn man subsumiert.

00:06:44: Aber tatsächlich ist eine Regionalität für uns mehr als nur kurze Transportwege.

00:06:49: Es geht um langfristige Partnerschaften mit den Produzentinnen und Versorgungssicherheit auch um Transparenz der Formate wie angesprochenes da komme ich her machen genau das sichtbar und stärken dass Vertrauen der Kundinnen uns gegenüber.

00:07:06: Wenn Sie jetzt mit kleineren Produzentinnen und Produzenten zusammenarbeiten, wie gelingt es das?

00:07:11: Nachhaltigkeitsanforderungen nicht als Druck sondern als Partnerschaft wahrgenommen werden?

00:07:17: Diese kleinen Betriebe die angesprochenen dürfen die Nachhaltighatsanforderung nicht als druck erlebt werden.

00:07:24: Das ist ganz wichtig.

00:07:26: den Ansatz hier dem wir verfolgen gemeinsam Schritte zu setzen realistische Ziele zu definieren und auch Entwicklungen zu ermöglichen dass Nachhaltigkeit eben funktioniert und auch lagenfristig zum partnerschaftlichen Zusammenarbeitet passt.

00:07:39: Am sechsohnzwanzigsten Mai war ja der Tag der Lebensmittelrettung.

00:07:45: Rewe Österreich hat im Jahr zwanzig vierundzwanziger über zwanzichtausend Tonnen Lebensmittel gerettet, und Biller möchte bis zwanzich dreißig Lebensmittelabfälle auch deutlich reduzieren.

00:07:57: Was sind da die wirksamsten Maßnahmen um dieses Ziel zu erreichen?

00:08:00: Die Maßnahmen liegen in einer besseren Planung einer modernen Warnsteuerung und den kleinen Prozessen zwischen denen in den Filialen.

00:08:09: Dazu kommen Preisreduktion, kurz vor Ablaufdatum auch Kooperation mit sozialen Einrichtungen – ich nenne da die Tafel wo wir Lebensmittel, die kurz vom Verbrauchsdatum stehen, weitergeben oder Lebensmittlerrettung in Zusammenspielen mit vielen anderen Maßnahmen.

00:08:26: Provokant gefragt, gibt es einen Punkt an dem Lebensmittelrettung nicht nur Nachhaltigkeit ist sondern einfach gutes Handelsmanagement?

00:08:34: Aus meiner Sicht ist das beides.

00:08:36: Wer Lebensmittel rettet handelt nachhaltig und gleichzeitig wirtschaftlich verantwortungsvoll.

00:08:41: Effizienz- und Nachhaltigkeitsschliesseneinander hier nicht aus, sondern verstärken sich gegenseitig.

00:08:46: also wer Lebensmittel rettet produziert keinen Abfall und das erspart sich am Ende etwas.

00:08:50: ja

00:08:51: Spätestens seit der Einführung des Pfannsystems im Jahr zwanzig fünfundzwanzig ist die Verpackung eines der sichtbarsten Nachhaltigkeitsthemen.

00:08:59: Wie hat sich hier die Wahrnehmung der Konsumentinnen aus ihrer Sicht verändert?

00:09:04: Seit der Einführung das Pfannystem ist Verpackungen für viele Kundinnen deutlich sichtbärer geworden, sie sind noch sensibler geworden und das Thema wird bewusst wahrgenommen, Rückgabeprozesse gehören zum selbstverständlichen Einkauf wie auch vorher schon mit Mehrwegverpackungen.

00:09:20: Aber Verpackung ist damit auch näher an den Menschen gerückt, die Thematik an sich.

00:09:25: Der Rückgabeprozess ist schon seine Herausforderung mit der Menge an Gebinden, die die Konsumentinnen dazu zurückbringen müssen.

00:09:34: aber ich glaube Verpackungen wird bei den Konsumentinen grundsätzlich immer mehr hinterfragt durch solche Systematiken.

00:09:41: Wo liegt in der Praxis die größere Herausforderung?

00:09:45: Verpackung grundsätzlich zu reduzieren oder sie nachhaltiger zu machen ohne dabei Produktschutz, Hygiene und Haltbarkeit zu gefährden?

00:09:53: In der Praxis glaube ich ist beides herausfordernd.

00:09:56: Die Verpackungen schützt die Lebensmittel bekanntlich und sorgt auch für Hygien- und Haldbarkeit des Produkts.

00:10:02: Die Kunst wird darin bestehen dass man Material so weit reduziert oder nachhaltig gestaltet das Material natürlich unter die Verpacking ohne den Produktschutz und den Lebensmittelschutz und der Erlebensmittel-Sicherheit gefährden.

00:10:17: Ich glaube, hier ist wirklich die Balance zwischen Reduktion und Produktschutze gefordert.

00:10:22: Und natürlich auch Angabe von Inhaltsstoffen...

00:10:26: Was drückt man auf die Verpackung?

00:10:28: Was darf ich noch draufdrucken?

00:10:31: Weil eines muss man schon sagen, Verpackung ist ein Werbeträger Nummer eins.

00:10:35: Also da tragt man Informationen und wenn man jetzt die EMCOM mit denkt aufpassen was drauf ersteht.

00:10:43: das muss valide sein es muss überprüfbar sein Und zudem kommt noch dazu was sich aus der verpackungstechnischen Sicht mitnehmen muss an Informationen.

00:10:51: Das wird eine große Herausforderung auch sein.

00:10:54: Hat der Piller irgendwelche Initiativen gestartet um Verpackungen nachhaltiger zu machen?

00:11:01: Wir haben tatsächlich Initiativen, schon in Sicht der Verpackungsverordnung und Packaging-Packaging-Westregulation.

00:11:08: Wir haben Unverpackstationen zum einen in unseren grünen und fliehale Belotmarkt, das holzbarweise im zwanzigsten Bezeichnende der Belottengasse.

00:11:21: Und wo wir es tatsächlich geschafft haben – jetzt muss ich auch die Werbetrommel rühren – mehr Verkaufsfläche bei weniger Versiegungsfächer stattfinden zu lassen.

00:11:29: Das heißt ist ein alter Markt in der Flife gewesen.

00:11:32: da wurde vor Ort zurückgebaut Und der neue Markt entstand, das war Holzbauweise mit Fotol-Teiganlagen.

00:11:39: Da haben wir eine Unverpacktstation drin.

00:11:42: Das heißt da kann man hochwertige Olivenöle, ein Drockensortiment wie Bohnen und was auch immer unverbackt beziehen.

00:11:52: Deshalb haben wir einen Panziller, da gibt es auch eine Unverbackstation.

00:11:57: Das sind unsere Vorzeige oder Tester merkte, wo wir das Thema unverparkt eigentlich austesten.

00:12:06: Es wird spannend werden weil zukünftig ja viele Produkte nicht mehr verparkt sein dürfen und da wird es dann spannend.

00:12:13: Wenn ich jetzt an Obst- und Gemüse denke die Akzeptanz von Kunden sehr stark gefordert.

00:12:17: wie geht man damit um?

00:12:19: Weil die Kunden wollen nicht dass man direkt auf das Produkt greift.

00:12:22: also ist schon eine Challenge für sich.

00:12:27: Viele Nachhaltigkeitsmaßnahmen, sei es jetzt im Bereich Energie oder Vertrieb und Logistik sind für Kundinnen kaum sichtbar.

00:12:35: Aber welche Klimaschutzhebel sind für den Handel tatsächlich entscheidend?

00:12:40: Der größte Hebel liegt in der Energieversorgung, in der Energiefizenz und in der Logistikum.

00:12:46: Ich denke da wieder an die Lieferkette.

00:12:48: Diese Maßnahmen sind für Kundinnen oft weniger sichtbar, haben aber einen enormen Einfluss auf unsere CO²-Bilanz im Handel.

00:12:57: Tatsächlich ist es auch schon so dass der Klimaschutz in der Produktion bei unseren Produkten beginnt – in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelindustrie.

00:13:05: Seit den Nutzträfern in Österreich schon Grundstrom.

00:13:10: In ihrem Fortschrittsbericht wird außerdem auf Energieeffizienz, Logistikoptimierung und ein Powerpurchase Agreement verwiesen durch das Apeuer Strom aus einem Offshore-Windpark für ´thausendfünfhundert Märkten Deutschland und Österreich kommen soll.

00:13:24: Wie wichtig sind solche langfristigen Energieentscheidungen für die Nachhaltigkeitsstrategie?

00:13:29: Langfristige Entscheidungen sind zentral für unsere Nachhaltigkeitsstrategie.

00:13:34: Sie schaffen Planungssicherheit, wir haben ja SPDi kommittet und reduzieren Emissionen dauerhaft und sind aber auch Voraussetzung dafür um eben diese Klimaziele von SPDi realistisch zu erreichen.

00:13:47: Was muss man beim Bau neuer Märkte schon heute mitdenken, damit ein Standort auf ZWC noch zukunftsfähig ist?

00:13:53: Neben den Klassikern Energieeffizienz und erneuerbare Energien kommt noch viel dazu.

00:13:58: Ich glaube da was wichtiges bei zukunftweisenden Bauern ist er neue Märkte müssen wir heute schon im Energieeffiziens mittenken.

00:14:08: Erneuerbarer Energien flexibler Nutzerung von dem Märkten größer kleiner Modular denken.

00:14:15: Ich glaube aber, es ist wichtig den Rückbau schon mitzudenken.

00:14:17: Also wenn wir heute denken viele alle die außerhalb stehen also nicht in ein Gebäude inkludiert sind wie können wir diese Gebäudes zukünftig rückbauen?

00:14:26: und das glaube ich ein wichtiger Teil.

00:14:28: Ich glaube nur so bleiben Standorte langfristig wirtschaftlich und nachhaltig.

00:14:33: Nachhaltigkeit betrifft aber jetzt nicht nur Klima, Verpackung und Lieferketten sondern eben vor allem auch soziale Aspekte.

00:14:40: Und in der Rewe Group sind rund forty-tausend Mitarbeiterinnen in Österreich beschäftigt – das ist eine enorme Dimension!

00:14:47: Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden in ihrer Nachhaltigkeitsbestrebungen?

00:14:53: Billagrindteam, wo wir ähnliche Themen bespielen für unsere Mitarbeiterin folglich ist.

00:14:58: Dass unsere Mitarbeiterinnen eine Schlüsserrolle spielen.

00:15:01: Sie setzen Nachhaltigkeit im Alltag und im Markt um, bringen die Glaubwürdigkeit unseres Handels unseren Kundinnen näher.

00:15:07: Das macht man natürlich mit Schulungen, mit diversen Maßnahmen Bewusstseinsbildung, Billagrintteam oder Rewegrinteam und teiligen uns daher sehr zentral damit dass Mitarbeiterinnen auch in die themaartig der Nachhaltigkeit inkludiert sind.

00:15:22: Und da gibt es eben die drei Säulen an Nachhaltigkeiten, die ein Wehrmittel so schlimm gab am Ende.

00:15:27: Der Großteil ihrer Mitarbeitenden ist weiblich nämlich mehr als siebzig Prozent und Sie beschäftigen auch rund tausend Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Behinderung.

00:15:38: Welche Verantwortung entsteht daraus für Chancengleichheit, Inklusionen und gerechte Entwicklungsmöglichkeiten?

00:15:44: Die hohe Zahl unserer weiblichen MitarbeiterInnen Beschäftigung von Menschen mit Behinderung bedeuten eine klare Verantwortung für uns.

00:15:55: Die Chancengleichheit, die Inklusion und auch die Faire-Entwicklungsmöglichkeiten sind für uns kein Zusatz sondern ein integraler Bestandteil unserer Selbstverständnis in der Nachhaltigkeitssäule der sozialen Nachhaltigkeit.

00:16:09: Was man hier erwähnen muss beim Thema Inklusion ist das rewe ja die oder viel mehr Piller, die Zahl der beschäftigten Menschen mit Beeinträchtigung erfüllt.

00:16:21: Wenn wir jetzt über den österreichischen Tellerrand ein bisschen hinaussehen als Teil eines internationalen Konzerns reichen ihre Lieferketten ja weit über unsere Grenzen hinaus und in ihrem Fortschrittsbericht werden unter anderem Menschenrechte beschwerter Verfahren und Leitlinien zu Schutzmaßnahmen in Lieferketten angesprochen.

00:16:39: Wie weit reicht Verantwortung im Handel?

00:16:42: deutlich über die Landesgrenzen hinweg.

00:16:45: Wir arbeiten mit klaren Standards, gegeben dadurch dass wir auch in Österreich schon die deutsche Mutter an das Lieferketten-Sorgverpflichtengesetz als Deutsche gebunden sind und wir hier die Erfüllung erzielen müssen.

00:16:58: Wir haben auch mit Klaren Standards Risikonalyse und Beschwerdemechanismen dahingehend um im nachhaltigen Lieferketten in unseren Prozessen als ständige Weiterentwicklung zu manifestieren und zu festigen.

00:17:11: Können Sie uns von einer Maßnahme und Aktivität von Biller erzählen, die besonders nachhaltig ist und vielleicht jetzt nicht so geläufig ist?

00:17:19: Ja, Biller und Derevian sich haben sehr viele Maßnahmen.

00:17:23: Aber da gibt es schon eine spezielle Maßnahme, die erwähnenswert ist nämlich die Privatstiftung Biller-Blüners Österreich.

00:17:29: Also Biller ist damit einzigartig sozusagen fast einzigARTig in Österreich.

00:17:35: In dieser Privatstiftung geht es darum, Artenvielfalt Biodiversität zu fördern und wir können auch hier mit dem von uns zur Verfügung gestellten Gelder am massiven Hebel erwirken indem wir das verschränken mit staatlichen Fördermaßnahmen.

00:17:51: Da gibt's unzählige, wir haben eine Tausend Fünfhundert Hektar in Betwing glaube ich Fläche geschützt da geht zum Wasserbüffeln im Weithofen Aber auch um Maßnahmen aus Seewinkel, zum Beispiel die Naturschutzgebiete und also unzählige Maßnahmen.

00:18:08: Und was glaube ich besonders erwähnt wird ist wie meine eigene Schmetterlingseppe.

00:18:12: Wenn Sie mit dieser Schmetterningsseppe sind schon die einen oder anderen Schmettenen wieder entdeckt worden, die ja schon ausgestorben vermeintlich gekäuten haben.

00:18:21: Wir haben jetzt schon relativ viele Bereiche der Nachhaltigkeit angesprochen nämlich Klimaschutzsoziale Verantwortung.

00:18:28: Wo hat es bei der Umsetzung von Maßnahmen Schwierigkeiten gegeben und was können andere Unternehmen daraus lernen?

00:18:35: Die Herausforderungen sind vor allem die Komplexität der globalen Lieferketten.

00:18:40: Und die Verfügbarkeit, Verlässlichdaten und Produkte zu bekommen.

00:18:46: Die wichtigste Erkenntnis ist eigentlich Nachhaltigkeit braucht, Pragmatismus, Geduld und ein langfristiges Commitment.

00:18:53: Österreich hat im Februar dieses Jahres mit dem Nachhaltigkeitsbericht gesetzt, die CSD national umgesetzt.

00:18:59: Nachhaltiger Berichte werden dadurch der Finanzberichterstattung gleichgestellt – inwiefern verändert die Regulatorik ihre Ansicht nach eigentliche Nachhaltighatsarbeit?

00:19:09: Die CSD und von daher ja das Sprechen macht Nachhaltigkeit verbindlicher und vergleichbarer.

00:19:14: Sie erhöht den Aufwand natürlich bei den Unternehmungen und verbessert aber auch die Struktur transparente und das strategische Steuerung.

00:19:24: Und der Nachhaltigkeitsarbeit deutlich, ja.

00:19:26: also ich sehe klar dass es Vorteile bringt.

00:19:29: Das ist ein Aufwand, ja aber wichtig ist und das hat uns auch die Vergangenheit gezeigt.

00:19:33: Ich denke an die Juude eher als wenn man sie rauskippt hat.

00:19:36: Man soll Prozess implementiert.

00:19:38: zwei Wochen später vor dem Co ist dann alles anders.

00:19:41: da sollte nicht passieren.

00:19:42: Ich glaube das ist mehr eine Chance als eine Herausforderung.

00:19:47: Also das heißt Sie können diese Daten, die sie hier in diesem Zusammenhang sammeln auch tatsächlich nutzen?

00:19:52: Man versucht sie zu nutzen.

00:19:53: Wo sie nutzbar sind am meisten ist es so dass ja die Datenvalidät und die Datenverfügbarkeit die eigentliche Herausforderung ist.

00:20:02: Das heißt man muss die Unternehmen, die in der Lieferkette sind dementsprechend ambitionieren.

00:20:08: also wenn ich da denke an die Landwirtschaft dann wird sich eine Herausforderung werden.

00:20:12: Es gibt ja auch diesen Standard für diese Kleinunternehmen.

00:20:17: Und ich glaube, es ist auch so dass die Finanzwelt das mittlerweile fordert und bei Investitionen.

00:20:24: Damit hat man schon einen Teil davon gemacht, in dem man vielleicht eine zukünftige Investition braucht.

00:20:31: Aber die Datenverfügbarkeit ist die eigentliche Herausforderung.

00:20:36: In welchen Bereichen hat Ihre Branche in den letzten fünf Jahren echte Fortschritte in der Nachhaltigkeit gemacht und wo sehen Sie persönlich noch nachholbedarf?

00:20:45: Ich glaube, die großen Fortsschritte sind eher angesprochen Energieeffizienz.

00:20:49: Und in der Energie an sich aber auch in der Kühlmittel thematik.

00:20:54: Die kühleren Aggregate werden effizienter weil sie koste Energie.

00:20:57: Da hat man einen großen Hebel, den hat man genutzt.

00:21:00: Aber ganz wesentlich glaube ich auch bei der Thematik Tierwohl.

00:21:04: Tierwohl ist in aller Munde für jeden wichtig und wird immer wichtiger.

00:21:08: Wer Nachholbedarf gibt es?

00:21:11: Vor allem wird immer Kreislaufwirtschaft und beim nachhaltigen Konsumverhalten insgesamt.

00:21:16: Also die Leute, Lebensmittelverschwendung haben wir heute schon diskutiert.

00:21:19: und eben die Kreislaufwirtschaft.

00:21:20: Wie setze ich Produkte in den Kreislaub?

00:21:23: Das heißt wenn sie nicht mehr verwendet werden wie kriege ich sie wirklich zurück in den Kreislauf?

00:21:27: Braucht es glaube ich auch die eine oder andere gesetzliche Anpassung?

00:21:30: Bekanntlich haben wir ein Abfallwirtschaftsgesetz und kein Kreislafwirtschafts-Gesetz.

00:21:39: Hoffentlich positiv.

00:21:40: Nachhaltigkeit wird künftig, glaube ich, ein selbstverständlicher Teil des Einkaufserlebnis sein müssen oder werden mit einer klaren Transparenz meiner hohen Komplexität und der Klarnuierentierungshilfen.

00:21:53: die nachhaltige Wahl soll eine einfache Wahl sein in den Produkten.

00:21:56: Das heißt es sollte der Konsument in die Regale gehen und das nachhaltigem Produkt als solches gleich erkennen wobei dass die große Challenge werden wird wenn man an die EMCO denkt.

00:22:06: Herr Streit, ich danke Ihnen vielmals für dieses interessante Gespräch.

00:22:09: Für diese Insights in einem Bereich der uns wirklich täglich betrifft.

00:22:14: Vielen herzlichen Dank für das Gespräch!

00:22:16: Ich danke auch für die Möglichkeit und die Einladung.

00:22:18: Vor allem ist es ganz wichtig dass man auch verstehen hat wie Handel funktioniert, wie meine Nachhaltigkeit dort... an die Kundinnen bringt.

00:22:26: Ich komme von der anderen Seite, ich komme von Industrie, es war für mich auch spannend einmal zu lernen wie funktioniert Handel und Nachhaltigkeit?

00:22:32: Wie lassen Sie das miteinander verschränken?

00:22:34: Ich hoffe dass dieser Podcast dazu beiträgt ist auch greifbar zu machen.

00:22:38: Danke für die Einladung und danke fürs Gespräch!

00:22:44: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:22:46: Schön, dass sie dabei waren.

00:22:48: Folgen Sie Video-Ausdreher flinkt Ihnen und vernetzen Sie sich mit mir um keine Podcastfolge zu verpassen.

00:22:53: Möcht noch sie einmal mein Gast werden.

00:22:55: oder haben Sie einen Wunschstimme für eine neue Folge?

00:22:57: Dann schreiben Sie mir doch gerne eine Nachricht.

00:22:59: Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf Sie!

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