#17 Gemeinsam besser leben: Wie UNIQA Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung im Kerngeschäft verankert

Shownotes

In dieser Folge von „Wir leben Nachhaltigkeit – Der BDO Podcast“ spricht Johanna Heidenreich (BDO) mit Sabine Pfeffer, Vorstandsmitglied der UNIQA Insurance Group AG und der UNIQA Österreich Versicherungen AG. Die UNIQA Group zählt zu den führenden Versicherungsunternehmen in Österreich sowie Zentral- und Osteuropa und betreut über 18 Millionen Kund:innen.

Im Mittelpunkt stehen Frauenförderung, Equal Pay und soziale Nachhaltigkeit. Sabine Pfeffer zeigt, wie UNIQA mit der JEDI Policy (Justice, Equity, Diversity, Inclusion) Chancengleichheit, faire Bezahlung und Diversität strukturell verankert und warum Inklusion etwa über Engagement, Fluktuation, Betriebszugehörigkeit und Abwesenheit messbar gemacht wird. Sie erklärt, wie der bereinigte Gender Pay Gap gruppenweit von 3,4% auf 2,4% gesenkt werden konnte, welche Rolle standardisierte Analysen, transparente Vergütungsprozesse und klare Ziele in der Steuerung und der variablen Vergütung spielen und weshalb die Erhöhung des Frauenanteils im Topmanagement ein zentrales Unternehmensziel ist.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verantwortung für die finanzielle und gesundheitliche Vorsorge von Frauen. Sabine Pfeffer spricht offen über Zahlen zu Pensionen, Altersarmut und Lebenserwartung, über die Risiken traditioneller Rollenmodelle und darüber, warum Vorsorge für sie „Selbstfürsorge“ bedeutet und Unabhängigkeit sichert.

Die Folge richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie ein Versicherungsunternehmen Gleichstellung, faire Bezahlung und Vorsorge als Kern seiner Nachhaltigkeitsstrategie begreift.

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00:00:02: Herzlich willkommen zu.

00:00:03: Wir leben Nachhaltigkeit, dem BDO Podcast.

00:00:07: In der öffentlichen Diskussion über Nachhaltlichkeit stehen häufig Umweltthemen im Vordergrund.

00:00:12: Warum Nachhaltigkeits bei Versicherungen aber weit mehr bedeutet als Klimaschutz?

00:00:17: Sondern insbesondere auch soziale Themen umfasst werden wir heute aufzeigen.

00:00:21: Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Verantwortung trägt eine Versicherungsgesellschaft gegenüber Kundinnen und Kunden mit Arbeitenden unter Gesellschaft?

00:00:30: Dazu ist heute eine Vertreterin der Unica Group bei uns zu Gast.

00:00:34: Die Unica group zählt zu den führenden Versicherungsunternehmen nicht nur in Österreich, sondern auch in Zentral- und Osteuropa.

00:00:41: Sie ist in vierzehn Ländern aktiv und betreut über achtzehn Millionen Kundinnen und Kunden.

00:00:46: Knapp sechzehntausend Mitarbeiter prägen die Gruppe und damit auch wie Nachhaltigkeit im Unternehmen tatsächlich gelebt wird.

00:00:53: Ich freue mich sehr, Frau Sabine Pfeffer begrüßen zu dürfen.

00:00:56: Vorstandsmittel der Unica Insurance Group AG und der Unika Österreich Versicherungen AG.

00:01:01: Es ist verantwortlich für den Bereich Kunde- und Marktbank Österreich – konkret also für die reifeisen Banken in ganz Österreich.

00:01:08: Frau Pfeiffer herzlich willkommen!

00:01:09: Herzlichen Dank für die Einladung!

00:01:11: Frau PFEFFER, kaum eine Branche ist so eng mit riesigen Stabilität und Resilienz verbunden wie die Versicherungsbranche.

00:01:17: All das sind Themen, die jetzt unmittelbar mit Nachhaltigkeit verbunden sind und entsprechend nachhaltig klingt auch das Motto der Uniker nämlich gemeinsam besser leben.

00:01:27: Ist dieses Motto Nachhaltigkeitsstrategie und Zielbild in einem?

00:01:32: Ja absolut, unser Kleben gemeinsam besser leben ist ja kein Slogan.

00:01:36: Sondern der strategische Rahmen unseres Handels und Nachhaltigkeit ist fest in unserer Strategie, in unserem Strategieprogramm Unikatreibung Null Growing Impact verankert und damit Teil unseres Kerngeschäfts.

00:01:47: Und die wesentlichen drei Punkte sind dabei klare Klimaziele net zero bis zwanzigvierzig in Österreich und bis zweitzigfünfziggruppenweit.

00:01:56: dann nachhaltigkeit jedenfalls als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

00:02:01: Und zudem verfolgen wir auch einen ganzheitlichen Ansatz, nämlich einerseits ökologisch im Kerngeschäft und in der Betriebsführung.

00:02:08: Und

00:02:09: zum anderen sozialen, indem wir Verantwortung übernehmen für unsere Kundinnen und Mitarbeitenden – so wird Nachhaltigkeit bei uns umfassend und verbindlich umgesetzt!

00:02:19: Die Nachhaltigkeitsstrategie führt mich auch gleich zu den Hebeln, und zwar welche schrauben kann es eine Versicherungsgesellschaft drehen, um zu einer nachhaltigeren Wirtschaft

00:02:28: beizutragen?

00:02:30: Ja, wir wollen gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beitragen und haben hier bei drei ganz zentrale Hebeln.

00:02:38: Zum einen über unsere Investments.

00:02:40: Wir investieren gezielt nach ESG-Kriterien und schließen beispielsweise Investments in fossilbasierte Geschäftsmodelle aus wie Kohle-, Erdgas- und Erdöl.

00:02:50: Und zum anderen über unsere Produkte.

00:02:52: Wir bauen laufend nachhaltige Veranlagungs- und Versicherungslösungen aus, indem wir nachhaltigen Features in Produkte inkludieren wie zum Beispiel die Hitzestressglasel in der Unfallversicherung auch Repair statt Replace in der Haushaltsversicherung.

00:03:08: Und die vongebundene Lebensversicherung, die Flexolution – das ist ein Produkt, das ausschließlich auf nachhaltigke und nachhaltighatsorientierte Investmentfonds setzt Und dazu zählt dann auch das Thema Beratung und Prävention ganz stark.

00:03:22: So eine Nachhaltigkeit wird zunehmend Teil unserer Kundenberatung, Praxisen an Unterstützung um Risiken wie gesagt früher zu erkennen und zu reduzieren.

00:03:33: Zum Dritten unsere eigene Betriebsführung also klassische Umstellung auf Grünstrom, Elektrifizierung des Fuhrbarks aber auch Ausbau von PV Anlagen.

00:03:42: UNICA ist hier auch Vorreiter, da wir in Österreich ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach EMAs haben.

00:03:50: Das ist sozusagen der Goldstandard für nachhaltige Betriebsführung.

00:03:54: Wenn man jetzt all diese Hebel berücksichtigt wie anspruchsvoll ist es Sicherheit, Rendite, regulatorische Anforderungen und Nachhaltigkeitsziele zusammenzubringen?

00:04:04: Und können da auch Zielkonflikte entstehende gelöst werden

00:04:07: müssen?

00:04:08: Ja!

00:04:08: Es gibt Zielkonflkte und die müssen wir transparent machen.

00:04:11: Nachhaltigkeit ersetzt wirtschaftliche Ziele nicht, sondern erweitert den Blick auf den langfristigen Erfolg.

00:04:17: Und enchant ist hierbei die Balance entsprechend aktiv zu steuern und ein klassisches Beispiel ist die Kapitalanlage.

00:04:24: Investitionen in fossile Energieträger können kurzfristig zwar attraktive Renditen liefern, stehen aber im Widerspruch zu Klimazielen und bergen erhebliche langfristige Transformations- und Reputationsrisken.

00:04:37: Und hier geht es darum bewusst in zukunftsfähige Technologien umzuschichten auch wenn die Renditprofile kurzfristiger sein können.

00:04:46: Ein weiteres Beispiel betrifft die Versicherungsseite.

00:04:49: In besonderen exponierten Bereichen, etwa bei Naturkatastrophenrisiken steigen die Städen und damit auch die Prämen.

00:04:56: Und eine reine Risikopreisung kann dazu führen dass Versicherungsschutz für Kundinnen schwerer leistbar wird.

00:05:03: Hier müssen wir Lösungen finden um die Risikoabsicherung weiterhin zu ermöglichen Gleichzeitig aber auch Anrette für Prävention und Anpassung eben zu finden.

00:05:14: Aber am Ende geht es nicht um entweder oder, sondern um ein aktives Management dieser Konzilkonflikte mit klaren Prioritäten, Transparenz und einer langfristigen Perspektive.

00:05:25: Zusätzlich zur klassischen Versicherungsleistung also der Unterstützung im konkreten Schadensfall gewinnen wie Sie selbst schon gesagt haben Präventions- und Risikoperatungen zunehmend an Bedeutung.

00:05:36: Unica ist hier sogar noch einen Schritt weitergegangen und hat in den vergangenen Jahren die Unica Sustainable gegründet.

00:05:43: Das ist eine Gesellschaft, die Unternehmen bei ihrer Nachhaltigkeitsleistung unterstützt.

00:05:47: Warum reicht es als Geschäftsmodell nicht mehr aus im Schadensfall, die Kundinnen und Kunden finanziell zu entschädigen?

00:05:54: Die reine finanzielle Entschädigung greift heute zu kurz.

00:05:57: Da viele Risiken etwa im Kontext von Klimawandel, Lieferketten oder auch regulatorischen Anforderungen komplexer, dynamischer und mitunter auch existenzbedrohend sind.

00:06:07: Unser Anspruch als moderne Versicherung ist es daher ganz klar unseren Kundinnen schon im Vorfeld Begleitung zuzusichern und aktiv dabei zu unterstützen Schäden gar nicht erst entstehen zu lassen bzw entsprechend vorzubeugen.

00:06:22: Und Prävention und fundierte Risikoberatung gewinnen in diesem Zusammenhang zunehmend an Bedeutung, und werden ganz gezielt in unsere Leistungen auch integriert.

00:06:32: Und mit der Gründung von Unica Sustainable Business Solutions gehen wir noch einen Schritt weiter.

00:06:38: Wir erweitern unsere Rolle vom reinen Risikoträger zum ganzheitlichen Risikopartner und dabei unterstützen wir Unternehmen nicht nur bei der Absicherung, sondern auch bei der systematischen Analyse Bewertung und Reduktion von Risiken insbesondere eben im Hinblick auf nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaften Und so schaffen wir mehr Wert über den klassischen Versicherungsschutz hinaus und tragen letztendlich dazu bei, die Widerstandsfähigkeit unserer Kundinnen auch langfristig zu stärken.

00:07:07: Häufig dominieren in der Nachhaltigkeitsdiskussion Umweltthemen, vor allem auch aufgrund der Klima-Risiken.

00:07:13: Gerade aber bei Dienstleistungsunternehmen wieder uniker ist doch das soziale Bereich zentral weil Mitarbeitende Kundinnen und Kunden die Gesellschaft sind von der Geschäftstätigkeit betroffen.

00:07:24: es geht vor allem um Themen wie Sicherheit Gesundheit Vertrauen und Leistbarkeit.

00:07:29: was bedeutet soziale Nachhaltigkeit für sie persönlich?

00:07:33: Ja, soziale Nachhaltigkeit bedeutet für mich vor allem Chancengleichheit, Fairness und ein diskriminierungsfreies Umfeld.

00:07:41: Und dafür haben wir im Konzern ganz klare Strategien und Maßnahmen implementiert etwa über unsere jede Strategie.

00:07:49: Gleichzeitig investieren wir bewusst in unseren Mitarbeitenden durch Weiterentwicklung ein positives Arbeitsumfeld weil genau sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Fundament unseres Erfolgs sind.

00:08:01: Ich möchte kurz auf diese Jedi-Polisi zu sprechen kommen.

00:08:04: Ich finde die Abkürzung total interessant, weil die Jedi in der Filmreihe Star Wars als Hüter von Frieden und Gerechtigkeit gelten also als die Guten!

00:08:13: Was genau ist jetzt der Inhalt und die Zielsetzung dieser Jedi-polisi?

00:08:18: Unsere jede Policy, also Justice, Equity, Diversity und Inclusion ist sehr konkret ausgestaltet.

00:08:25: Sie umfasst unter anderem Initiativen zur Förderung von Gerechtigkeit und Gleichstellung – es ist uns bei UNICA wirklich sehr wichtig – zum Beispiel Equal Bay zu Förderungen von Frauen in Führungspositionen der Vereinbarkeit von Beruf- und Privatleben sowie Diversität und Inklusion.

00:08:42: Zusätzlich gibt es klare Prozesse etwa verpflichtende Meldwege bei Diskriminierung und eine regelmäßige Berichterstattung.

00:08:51: Was war für Sie der wichtigste Schritt, damit jede nicht als Kommunikationsinitiative wahrgenommen wird sondern als echter Steuerungshebel?

00:08:59: Der entscheidende Schritt war, jede messbar zu machen.

00:09:02: Wir haben Kennzahlen definiert und das Thema in unsere Steuerungslogik integriert Und dadurch wird es nicht nur diskutiert, sondern auch ganz konkret gesteuert und ist klar auf Vorstandsebene bei uns verankert.

00:09:15: Für den Business Case für jede wurde Unica im Jahr twenty-fünfundzwanzig mit dem Diversity Leader Award ausgezeichnet und im Business Case wurde Inklusion mit Kennzahlen wie Engagement, Fluktation, Betriebszugehörigkeit und Abwesenheit verknüpft.

00:09:31: Mehr Inklusion bedeutet demnach eine höhere Produktivität und niedrigere Kosten.

00:09:36: Hat sich dieses Ergebnis überrascht?

00:09:38: Überrascht hat mich weniger das Ergebnis, sondern wie klar es belegbar wurde.

00:09:42: Wir konnten konkret nachweisen je höher die wahrgenommenen Inklusion, desto höher das Engagement und desto geringer die Fluktation und die Abwesenheit.

00:09:52: Das heißt Diversität wirkt sich direkt positiv auf zentrale Unternehmenskennzahlen aus und ist damit auch ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor.

00:10:00: Wobei wir in diesem Zusammenhang Inklusion allgemeines Unternehmen Skulptur verstehen, in der sich Menschen zugehörig sicher, respektiert und auch wertgeschätzt fühlen.

00:10:11: Bis zum siebten Juni twenty-sechsundzwanzig hätte die europäische Endgeldtransparenzrichtlinie nationales Recht umgesetzt werden sollen.

00:10:19: Sie verpflichtet Unternehmen zu mehr Transparenzen bei Gehältern, um den GenderPGEP zu schließen.

00:10:24: Fähre Bezahlung wird damit noch stärker zu einem Transparens- und Governance Thema Sehen Sie darin für Unternehmen eher regulatorischen Druck oder eine Chance Vertrauen in Führungen und Organisationen zu stärken?

00:10:36: Wir sehen solche regulatorischen Entwicklungen ganz klar als Chance.

00:10:40: Natürlich entsteht durch die Endgeld-Transparenzrichtlinie zusätzlicher Druck, Prozesse offen zu legen und auch systematisch zu hinterfragen aber gleichzeitig stärkt Transparenze aber auch Vertrauen sowohl intern bei den Mitarbeitenden also auch extern bei unseren Kundinnen, Investorinnen und in der breiten Öffentlichkeit.

00:11:00: Und gerade als Versicherungsunternehmen dessen Geschäftsmodell auf Vertrauen basiert ist das ein ganz zentraler Faktor.

00:11:07: Und unser Ansatz zeigt, dass Transparenz und klare Governance Strukturen einen echten Mehrwert schaffen.

00:11:13: Durch standardisierte Analysen durch klare Zielsetzungen und durch Verankerung von Diversitätskennzahlen in Steuerungs- und Vergütungssystems wird faire Bezahlung aktiv gestaltet und letztendlich messbar gemacht.

00:11:28: Das geht über reine Kompläns hinaus und trägt dazu bei eine Unternehmenskultur zu fördern die auf Gleichberechtigung nachvollziehbar und Verantwortung passiert.

00:11:39: Und in diesem Sinne ist Regulierung für uns nicht nur Verpflichtung, sondern ein ganz wichtiger Impuls um nachhaltige Führungen und Vertrauen langfristig zu

00:11:47: stärken.".

00:11:49: Unika berichtet für im Jahr twenty-fünfundzwanzig das der bereinigte Gender Pay Gap Gruppenweit von drei Prozent auf zwei Prozent gesenkt werden konnte.

00:11:58: Was waren aus Ihrer Sicht die entscheidenden Maßnahmen, um hier diesen Fortschritt zu erzielen?

00:12:03: Der Fortschritt ist aus unserer Sicht vor allem das Ergebnis eines ganz klar strukturierten und datenbasierten Vorgehens.

00:12:11: Ein zentraler Hebel war die einführungsstandardisierter Analysen, mit denen wir Gehaltsunterschiede systematisch sichtbar gemacht und jährlich auch überprüft haben.

00:12:20: Dadurch konnten wir ganz gezielt dort ansetzen wo strukturelle Abweichungen bestehen und demzufolge auch ganz konkrete Maßnahmen ableiten Und gleichzeitig helfen klare Definitionen von Rollen, transparente Vergütungsprozesse und regelmäßige Reviews hier wirklich auch Fairness langfristig sicherzustellen.

00:12:40: Und ein weiterer entscheidender Faktor ist die Verankerung des Themas in der Unternehmenssteuerung und unserer Unikakultur.

00:12:47: Durch klare Zielvorgaben, die auch in Managementprozesse und teilweise in Vergütungssysteme einfließen, entsteht ganz einfach Verbindlichkeit – und ergänzt wird das durch Maßnahmen zur Förderung von Diversität etwa gezielte Entwicklung von Talenten und mehr Transparenz bei Karrierepfaden.

00:13:04: Und so wird das Thema nicht isoliert betrachtet, was uns ganz wichtig ist.

00:13:07: Sondern ganzheitlich adressiert und nachhaltig auch verbessert.

00:13:11: Welche Rolle übernehmen Sie jetzt als Mitglied des Vorstands beim Thema Chancengleichheit und faire Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen?

00:13:19: Als Vorständin sehe ich meine Rolle darin, Chancengleichheit nicht nur zu fordern sondern jeden Tag wirklich auch aktiv vorzuleben.

00:13:27: Ich setze Impulse schärfe das Bewusstsein- und Bauesolidarität auf.

00:13:31: Das ist mir ganz wichtig.

00:13:33: Indem ich gezielt Unterstützung anbiete, schaffe ich auch verlässliche Rahmenbedienungen in denen sich Menschen fair entwickeln können.

00:13:40: Und mir ist es ganz wichtig eine Kultur zu fördern, in der Leistung zählt aber auch der Mut neue Wege zu gehen.

00:13:46: und gerade Frauen ermutige ich hier ganz besonders den nächsten Karriere Schritt wirklich selbstbewusst anzugehen.

00:13:53: Wir Frauen machen uns ja oftmals viel zu viele Gedanken ob wir allen Erwartungen gerecht werden, ob wir perfekt qualifiziert sind und da hilft er sich an Vorbildern zu orientieren, deren Weg wirklich mit allen Höhen und Tiefen erfolgreich gegangen sind.

00:14:07: Und ich teile genau deshalb sehr gerne meine eigenen Erfahrungen nicht perfekt zu sein aber engagiert, nahbar und vor allem authentisch in meiner Führungsrolle wahrgenommen zu werden.

00:14:19: Ich gebe da auch immer ganz gern ehrliches Feedback nutze meine Position um engagierte Kolleginnen gezielt nach vorne zu bringen.

00:14:27: Und gleichzeitig gilt für mich Chancengleichheit ist kein Frauenthema sondern ein Erfolgsfaktor für das gesamte Unternehmen und die besten Entscheidungen, wie wir wissen entstehen dort wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.

00:14:41: Und mein Ziel ist eine wirkliche echte Wirkultur in der sich alle unabhängig vom Geschlecht gesehen und gehört fühlen, in der Karriere- und persönlichen Lebensrealitäten eben kein Widerspruch sind.

00:14:54: Denn wenn wir Vielfalt ermöglichen gewinnen am Ende alle – die Menschen und das Unternehmen!

00:14:59: In früheren Aussagen verknüpfen sie Gleichstellung auch mit finanzieller und gesundheitlicher Vorsorge.

00:15:05: Welche Verantwortung hat den Versicherungsunternehmen, wenn gesellschaftliche Ungleichheiten später zur Vorsorge bzw.

00:15:12: Versorgungslücken werden?

00:15:13: Ja, wir tragen als Uniker eine ganz wichtige Verantwortung.

00:15:16: Ich sehe mich zudem aber auch als Frau hier in einer sehr relevanten Funktion nämlich Frauen zuzuhören sie gezielt zu informieren und zu beraten und sie dann auch aktiv zu unterstützen.

00:15:29: Und Frauen neigen auch da leider oft dazu, sich zuerst um alle anderen zu kümmern.

00:15:33: Was ja schön ist die Familie den Job, den Alltag aber die eigene Zukunft auf später zu verschieben und dabei ist die Vorsorge wirklich der höchste Ausdruck von Selbstfürsorge.

00:15:44: also es geht darum sich heute die Freiheit zu erlauben morgen die Wahl zu haben und Zukunft darf nicht mehr nur dem Zufall überlassen werden.

00:15:53: Die nackten Zahlen in Österreich sind ein Wegruf Neun von zehn Frauen glauben nicht, von ihrer zukünftigen Pension gut leben zu können.

00:16:01: Und jede fünfte Person in Österreich ist der Meinung dass Finanzen reine Männer Sache sind und das in unserem Land.

00:16:08: Und dabei wird aber fast jeder zweite Ehe in Österreich mittlerweile geschieden.

00:16:13: Und wie hoffentlich bekannt ein Partner darf daher niemals die eigene Altersvorsorge ersetzen.

00:16:19: Und Frauen beziehen im Schnitt eine fast vierzig Prozent geringere Pension als Männer.

00:16:24: Und dazu kommt noch, dass Frauen im Schnitt fünf Jahre länger leben als Männer und das dann oftmals in mittelmäßiger beschlechter Gesundheit.

00:16:32: Das bittere Resümee lautet daher Altersarmut ist weiblich – unsere Aufklärungsverantwortung gegenüber jeder Frau ist es daher nicht auf den perfekten Moment zu warten sondern jetzt anzufangen ihre Unabhängigkeit und damit die Absicherung und Vorsorge wirklich auch selbst in die Hand zu nehmen.

00:16:51: Und sich mit Uniker, den Beraterinnen und Beratern in den Reifessenbanken – weil ich ja für den Bankenvertrieb auch zuständig bin – einen konkreten Plan zu erstellen.

00:17:00: Neben dieser Aufklärungsvorsorge wie weit reicht die gesellschaftliche Verantwortung eines Versicherungsunternehmens wenn die Risikothekung für einzelne Menschen zunehmend schwerer leistbar wird?

00:17:11: Unser Anspruch ist es, einen Beitrag zur Resilienz von Gesellschaft und Wirtschaft zu leisten ohne die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens aus den Augen zu verlieren.

00:17:21: Denn verantwortungsvolles Handeln bedeutet für uns diesen Balanceakt aktiv zu gestalten.

00:17:28: Und gerade wenn Risikodeckung für einzelne Gruppen schwerer leistbar wird, etwa durch zunehmende Klima-Risiken oder ökonomische Unsicherheiten reicht es eben nicht aus sich allein auf risikoadäquate Bremen Kalkulationen zu beschränken.

00:17:43: wir müssen hier Verantwortung wirklich neu denken.

00:17:46: das bedeutet für uns zwei Dinge.

00:17:48: ersten sie investieren wir zum einen massiv in Prävention und Risikoperatum um Schäden zu reduzieren und schaffen zum anderen smarte, flexible Produkte damit Schutz für alle leisbar bleibt.

00:18:01: Und zum Anderen suchen wir den direkten Schulterschluss natürlich mit Politik und Wirtschaft.

00:18:07: große Herausforderungen wie die Absicherung gegen Naturkatastrophen oder der Zugang zu grundlegenden Versicherungsleistungen lassen sich wie gesagt nur gemeinsam lösen.

00:18:17: Unica hat sich als Nachhaltigkeitsziel einen Frauenanteil von forty-fünf Prozent im Topmanagement bis zum Jahr zwanzig achtundzwanzig vorgenommen.

00:18:25: Derzeit liegt er bei zweiundvierzig Komma fünf.

00:18:27: Wann wären Sie persönlich zufrieden auch jenseits der reinen Quote?

00:18:31: Die Quote ist für uns ein wichtiges Ziel und ein ganz klarer Maßstab für Fortschritt, sie schafft Transparenz und Verbindlichkeit und hilft dabei natürlich auch konkrete Veränderungen voran zu treiben.

00:18:43: Gleichzeitig ist sie aber nur ein Mittel zum Zweck, denn entscheidend ist das Vielfalt in Führung tatsächlich gelebt wird.

00:18:50: Dass unterschiedliche Perspektiven selbstverständlich in Entscheidungen einfließen und gleiche Chancen v.a.

00:18:56: strukturell verankert sind.

00:18:58: Wirklich zufrieden wäre ich daher dann, wenn wir über Quoten gar nicht mehr erst reden müssen.

00:19:03: Weil Diversität zur Normalität geworden ist und wenn Talente unabhängig von Geschlecht oder Hintergrund wahrgenommen und gefördert werden und sich dies ganz selbstverständlich in der Zusammensetzung unserer Führung auch widerspielt Dann haben wir das Ziel nachhaltig

00:19:17: erreicht.".

00:19:19: Die Erhöhung des Frauenanteils im Topmanagement oder der Abbau des Gender P-Gaps sind Teil der variablen Vergütungen im Vorstand.

00:19:27: Verändern solche Anreize die Diskussion im Topmanagement?

00:19:30: Ja, solche Anreizmechanismen verändern die Diskussionen im Top-Management ganz wesentlich sogar.

00:19:36: In dem Ziele wie Verringerung des Gender B-Gaps oder der Erhöhung des Frauenanteils in Führungsposition direkt mit einer variablen Vergütung verknüpft werden erhalten sie eine klare strategische Priorität Und sie werden dadurch nicht mehr nur als HR-Thema, sondern als wirklich integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung verstanden.

00:19:57: Gleichzeitig fördern solche Anreize eine stärkere Verbindlichkeit und Umsetzungskraft.

00:20:03: Führungskräfte setzen sich intensiver mit strukturellen Ursachen auseinander und treiben gezielte Maßnahmen voran von transparenten Vergütungsprozessen bis hin zur aktiven Entwicklung von Talenten.

00:20:15: Sie beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit und Gleichstellung ja schon seit vielen Jahren.

00:20:20: Welche Erfahrungen und Erkenntnisse würden sie heute einer jungen Führungskraft mitgeben, die in der Wirtschaft echte Veränderungen vorantreiben möchte?

00:20:28: Ja, ich habe im Laufe der Zeit gelernt Veränderung beginnt immer im Kleinen und natürlich bei einem Selbst.

00:20:34: Und wer als Führungskraft wirklich etwas bewegen will muss dem Mut haben Dinge anders zu machen dran zu bleiben und auch Widerstände auszuhalten und vielleicht das wichtigste nicht auf den perfekten Moment warten einfach anfangen Verantwortung übernehmen und vor allem auch Menschen mitnehmen denn am Ende entsteht Veränderungen dort wo Überzeugung auf Konsequenz trifft.

00:20:57: Frau Pfeffer, ich danke Ihnen sehr für das interessante und offene Gespräch und dass Ihre Erfahrungen und Perspektiven mit uns geteilt haben.

00:21:04: Herzlichen

00:21:04: Dank!

00:21:05: Danke, es war mir eine Freude!

00:21:07: Vielen Dank fürs Zuhören – schön, dass Sie dabei waren.

00:21:10: Folgen Sie BDO-Ausdreher flinkt Ihnen und vernetzen sie sich mit mir um keine Podcastfolge zu verpassen.

00:21:16: Möchten auch Sie einmal mein Gast werden oder haben Sie einen Wunschstimme von einer neuen Folge?

00:21:20: Dann schreiben Sie mir doch gerne eine Nachricht.

00:21:22: Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf Sie.

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